Poesie des Verstoßenen – Werkschau Thierry Zéno

Erstmals überhaupt in Deutschland widmet sich unsere Filmreihe am 28. und 29. September 2019 (Samstag + Sonntag) dem belgischen Filmemacher Thierry Zéno (1950–2017).

Porträtfoto Thiery Zéno

Zénos erster Lang- und einziger Spielfilm, der lange als Skandalfilm rezipierte, experimentelle Spielfilm, das Außenseiterporträt Vase de noces (1974) über einen autistischen Bauern, der die Grenzen menschlicher Zivilisation auslotet, bleibt bis heute der einzige seiner Filme, dessen Bekanntheitsgrad über eingeweihte Underground-Kreise hinausgeht.
Psychische Krankheit, Tod, aber auch gesellschaftliche Minoritäten wie die mexikanischen Tzotzil-Indianer oder „poètes maudits“ der Kunstgeschichte, wie der umstrittene belgische Grafiker Félicen Rops, sind Gegenstand seiner ethnologisch und kulturanthropologisch geprägten Experimental- und Dokumentarfilme.

Die Filme werden größtenteils auf analogem 35- und 16mm-Filmformat vorgeführt,. Zahlreiche dieser Filme laufen erstmals in Deutschland im Kino und für einige Filme erstellen wir eigens deutsche Untertitel

Samstag, 28. September
18:30 Begrüßung
19:00 Bouche sans fond ouverte sur les horizons (1971) (16mm, 26 min, OmU)
20:00 Vase de noces (1974) (35mm, 81 min, kein Dialog)
22:00 Les tribulations de Saint Antoine (1984) (16mm, 40 min, OmU)

Sonntag, 29. September
13:00 Les muses sataniques (1983) (16mm, 60 min, OmU)
14:30 Chroniques d’un village tzotzil (1984-1992) (16mm, 99 min, OmU)
17:30 Ya Basta! Le cri des sans-visage (1995-1997) (DCP, 50 min, frz./span. mit dt. Live-UT)
19:00 Des morts (1979) (35mm, 102 min, OmU)

Eintritt: 5 EUR / Dauerkarten werden erhältlich sein
Ort: Festsaal im Studierendenhaus (Mertonstr. 26-28, 60325 Frankfurt am Main)

In Kooperation mit dem AStA der Goethe-Universität und der Pupille – Kino in der Uni e.V.
Unterstützt von der Hessen Film und Medien GmbH und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.